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Von den vielen theoretischen Modellen der TCM ist neben der Lehre vom
„Qi“, den Körpersäften und den 5 Wandlungsphasen die Lehre von Yin und
Yang wohl die Grundlegendste. Sie beschreibt im Wesentlichen eine
Polarität, die alles Lebendige in sich trägt und die die Grundlage allen
Lebens ist. Yin und Yang stellen keine Wertung dar – im Gegenteil – das
eine kann nicht ohne das andere sein – nur in der Spannung zwischen diesen
beiden Polen, nur im ständigen Ineinanderfließen der beiden ist Leben
überhaupt möglich. Warm und kalt, hoch und tief, hell und dunkel, aktiv
und passiv, Stress und Entspannung, Tag und
Nacht, Hitze und
Kälte, feucht und trocken, Winter und Sommer, Körper und Seele – alle
Gegensatzpaare sind zwei Seiten einer Medaille, die untrennbar
zusammengehören.
Ist alles im Lot
und herrscht ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen beiden, so ist der
Mensch gesund, fühlt sich aktiv, kreativ, ausgeglichen. Überwiegt eines
von beiden, so kommt es zu einem Ungleichgewicht, der Mensch gerät aus dem
Lot, der Motor läuft nicht mehr rund, Energie gerät ins Stocken oder läuft
in die falsche Richtung – der Mensch wird körperlich und/ oder seelisch
krank.

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